Zurück zum Urvertrauen

Die meisten unter uns sind ExpertInnen für die Bedürfnisse anderer und wenig geübt darin, unsere eigenen wahrzunehmen, zu äussern und wertzuschätzen. Dabei ermöglicht gerade deren Erfüllung uns ein emotional ausgefülltes Leben. Wir alle haben den innigen Wunsch, uns nicht nur körperlich, sondern auch geistig und seelisch lebendig zu fühlen. Wir sehnen uns danach, unsere Persönlichkeit zu entfalten. Und wir möchten als die angenommen werden, die wir sind. Diese Bedürfnisse und deren Erfüllung beeinflussen unser Leben sehr stark. Aufgrund von Erfahrungen, die wir häufig schon sehr früh in unserem Leben machen, erleben viele von uns genau dies jedoch nur eingeschränkt. Das muss nicht sein! Heute erzähle ich dir, liebe Leserin, lieber Leser, wie ich dir helfen kann, dich wieder lebendig zu fühlen.

Geborgenheit gibt Urvertrauen

Von Natur aus kommen wir alle mit einem Urvertrauen auf die Welt. Wir erleben im Mutterleib ein Gefühl des Beschütztseins und der Wärme. Das neugeborene Baby «erwartet», dass es diese Geborgenheit auch ausserhalb des Mutterleibs weiterhin erlebt. Über Jahrtausende wurden Säuglinge unmittelbar beschützt. Sie wurden auf dem Arm, der Hüfte oder am Rücken getragen. Dadurch hatten sie ständig sehr engen körperlichen Kontakt mit der Mutter. Und die Mutter war immer da. Den Säugling auch nur für kurze Zeit sich selbst zu überlassen, hätte in der damaligen Wildnis den sicheren Tod bedeutet. Heute bedeutet es, dass der Säugling das angeborene Urvertrauen verliert. Denn der kleine Mensch kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass er jederzeit beschützt wird.

Alle Menschen mit Urvertrauen haben ursprünglich ein tiefes Gefühl für sich selbst und ihre Bedürfnisse. Leider wird uns eben dieses Gespür schon sehr früh genommen. Statt dieses Gefühl zu fördern, bringt man uns bei, dass andere Menschen ohnehin besser wissen, was für uns gut ist («Wir meinen es doch nur gut mit dir», ist nur ein Beispiel dafür). Wir verlernen, auf unsere Instinkte zu hören. Stattdessen lernen wir, anderen mehr zu vertrauen als uns selbst. Wir dürfen die Meinung anderer nicht unreflektiert über unser Gefühl für uns selbst stellen.

Wenn wir als Kinder in Einklang mit diesen ursprünglichen Bedürfnissen aufwachsen, dann können wir unser normalerweise angeborenes Urvertrauen noch weiterentwickeln. Und dieses Urvertrauen lässt uns dann schwierige Situationen mit Leichtigkeit meistern. Es lässt uns darüber hinaus glücklich und friedvoll miteinander leben. Und es erleichtert uns, das Treffen von für uns richtigen Entscheidungen. Ich stelle immer wieder fest, dass ganz vielen Menschen ebendieses Urvertrauen fehlt.

Das Gefühl des Richtigseins, des Angenommen- und Willkommenseins im Leben ist nur bei wenigen Menschen vorhanden.

 

Wenn dieses Urvertrauen fehlt

Fehlendes Urvertrauen erzeugt ein dauerhaftes Gefühl von Überforderung, Wut, Hilflosigkeit Traurigkeit, Angst und/oder Schuld. Menschen, denen das Urvertrauen fehlt, befinden sich deshalb in einer enorm hohen körperlichen, geistigen und seelischen Grundspannung. Konnten sie dieses Gespür für sich selbst nicht ausreichend aufbauen, fühlen sie sich in sich selbst nicht sicher genug. Sie wissen dann oft nicht, was sie in bestimmten Situationen tun sollen, was für sie «richtig oder falsch» ist. Und schon ist es passiert: Die vorhandene hohe Spannung wird mit ungeeigneten Mitteln zu kompensieren versucht. Sie werden sie mittels eines Verhaltens, das nur vorübergehende Erleichterung verschafft, vergeblich auflösen wollen. Die einen verfallen einer Sucht (Alkohol, Drogen, Spiel, …), andere entwickeln Ängste und Phobien oder verletzen sich selbst oder werden körperlich ernsthaft krank.

Der Start in unser Leben ist evolutionär anders vorgesehen, als wir es in der heutigen Zeit oft erleben. Säuglinge und Kleinkinder erfahren häufig schon sehr früh ein bedrohliches Gefühl des Verlassenseins. Das von der Natur aus mitgegebene Urvertrauen können sie so weder ausreichend auf- noch ausbauen. Da in dieser prägenden Phase jedoch vorgesehen ist, dass dieses Urvertrauen auf- und ausgebaut wird, verfügen wir Menschen über ein unbewusst ablaufendes Stabilisierungsprogramm, das Erlebnisse dieser frühen Lebensphase festigt. Unter den ursprünglich vorgesehenen Rahmenbedingungen hätten wir dieses kraftvolle und tiefe Gefühl des Urvertrauens als Normalzustand erfahren und mit dessen Hilfe unsere Grenzen erkunden, überschreiten und dadurch festigen können. Erfahren wir in unserer ersten Lebensphase aufgrund fehlender Geborgenheit jedoch Instabilität, so wird dieses natürliche Stabilisierungsprogramm für uns zur Falle. Unser Unterbewusstsein festigt nicht das Urvertrauen, sondern es verankert das Gefühl der Isolation und der Instabilität in uns als Normalzustand.

Alles, was wir später im Verlauf unseres Lebens dann erleben und erfahren, wird unbewusst in Beziehung zu diesem Zustand der Instabilität und Isolation gesetzt. Unser Unterbewusstsein sorgt nun dafür, dass dieser immer wieder hergestellt wird. Für ein gesundes Leben ist es unabdingbar, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Denn uns in uns selbst geliebt, lebendig, sicher und wohl zu fühlen, also im Urvertrauen zu sein, ist unser Geburtsrecht. Als Kinder haben wir keine Alternative zur Anpassung. Als Erwachsene haben wir sie: Wenn wir unsere fehlerhaften Muster erkennen, können wir sie durchbrechen. Dafür gibt es verschiedene Varianten. Eine davon ist eine ganz besondere Art von Hypnosetherapie: Das Rebirthing. Dazu später mehr.

 

Urvertrauen ist ein Geburtsrecht

Die Klientin sass in meiner Praxis und erzählte mir, dass sie nichts und niemandem, und erst recht nicht sich selbst, vertrauen könne. Als ich sie fragte, wie sie ihre Geburt und ihre Zeit als Säugling erlebt hatte, meinte sie bloss, sie hätte öfters lange schreiend in ihrem Bettchen gelegen, bis dann endlich jemand gekommen sei, um nach ihr zu sehen.

Kleinkinder, die alleingelassen werden, fühlen sich im Stich gelassen. Für ein kleines Kind macht es keinen Unterschied, ob seine Bezugsperson sich im Nebenzimmer aufhält oder ob sie ausser Haus ist – sie ist ganz einfach nicht da! Und das ist für das kleine Kind schlimm, sehr schlimm sogar. Wie bereits erwähnt, ist Urvertrauen unser Geburtsrecht. Wie aber soll ein kleines Kind ebendieses Urvertrauen haben können, wenn es sich auf seine Bezugsperson nicht verlassen kann? Katja Saalfrank, Diplompsychologin und «Supernanny» redet Klartext: Babys, die man schreien lässt, haben in jeder Sekunde Todesangst!

Früher schlief die ganze Familie in einem einzigen Bett. Da konnten die Kinder sich an ihre Eltern ankuscheln und spürten so dauernd deren Anwesenheit. Diese Kinder fühlten sich sicher und geborgen. Heute schlafen die Kinder von Anfang an in ihrem eigenen Bett, sehr oft sogar in ihrem eigenen Zimmer. Geborgenheit, Urvertrauen? Fehlanzeige! Dieses fehlende Urvertrauen äussert sich dann später im Leben beispielsweise wie bei meiner Klientin in dauerndem Misstrauen, in ständiger Unsicherheit und im Gefühl, überall fehl am Platz zu sein.

 

Urvertrauen dank Rebirthing

Nach dem Vorgespräch und dem Hypnosevertrag, führte ich die Klientin in die Hypnose. Sie hatte eingewilligt, ihre Geburt noch einmal zu erleben. Und so begleitete ich sie durch eine wunderbare, natürliche Geburt. Kaum war sie aus dem Bauch ihrer Mama gekommen, wurde sie liebevoll in Empfang genommen, sodass sie sich wohl und geborgen fühlte. Als ich sie fragte, wie es ihr gehe, sagte sie, sie fühle sich willkommen und genau «richtig am Platz». Sie hätte gerade eine wundervolle Geburt erlebt und spüre diese vollumfängliche Liebe, die ihr entgegengebracht werde. Tränen kullerten über ihr Gesicht. Tränen der Freude und des Glücks, wie sie mir versicherte.

Um dieses Gefühl der Geborgenheit zu festigen, machten wir eine Zeitreise durch ihre ersten prägenden Lebensjahre. Ich gab ihr eine Bezugsperson mit, die sie liebevoll begleitete und unterstützte, die stets für sie da war, wenn sie sie brauchte. So war es ihr möglich, dieses Urvertrauen, das sie bei und nach der Geburt gespürt hatte, weiterzuentwickeln und zu festigen. Ganz einfach so, wie es normalerweise vorgesehen ist!

Nach der Hypnosesession war die Klientin geschafft und überglücklich. Sie sagte zum Schluss: «Ich weiss jetzt, dass ich richtig bin, wie ich bin. Das fühlt sich toll an.»

So soll es sein!

Herzlich, Monica

Standort

Noch bis zum 25. Oktober 2019
Akademie MR
Praxis more4life

Europastrasse 17
CH - 8152 Glattbrugg (beim Flughafen Zürich)

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