Wer seinen Kopf in den Sand steckt, kann nicht(s) sehen!

In der letzten Zeit und über die vergangenen Monate häufen sich auf den sozialen Medien Kommentare und Postings, die an Empathielosigkeit nicht zu überbieten sind.
Mehr noch, es ist ein regelrechter Wettstreit entbrannt. Jeder knallt jedem wahllos eine vor den Latz. Jede haut jeder ihre masslose Benimmlosigkeit um die Ohren. Und alle scheinen sich dabei noch zu übertreffen …

Es wird sich auf fremden Timelines hemmungslos ausgetobt, attackiert, beleidigt, blossgestellt, gemobbt, verleumdet, bagatellisiert, relativiert, schöngeredet und verharmlost (die Liste ist nicht abschliessend).

Die dazugehörigen Kommentator*inn*en sind offensichtlich mit dem Düsenjet durch ihre Kinderstube geflogen (worden). Sie haben keine Ahnung, was Achtung und Respekt im Umgang mit anderen Menschen bedeuten.

Sie hatten möglicherweise keine Modelle zur Verfügung, von denen sie dies hätten lernen können. Wir wissen ja, dass wir Menschen Modell-Lernende sind. Wir ahmen nach, was uns vorgelebt wird. Ein Kind kennt jedoch den Unterschied zwischen einem untauglichen und einem vorbildlichen Modell (noch) nicht.
Es schaut hin und kopiert.

Wenn ich besagtes Verhalten jedoch so beobachte, dann frage ich mich ernsthaft, ob obgenannte Erwachsene diesen Unterschied tatsächlich kennen …

Das Modell-Lernen begleitet uns Menschen durch unser ganzes Leben. Der Mensch lernt durch Ab- und Hinschauen, Kopieren und Nachahmen, immer und immer wieder. Und je häufiger er dies tut, desto tiefer wird das kopierte Verhalten verankert. Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Studien.

Ich möchte dieses rüpelhafte Benehmen, diese grenzenlose Übergriffigkeit und die grassierende Empathielosigkeit damit keineswegs ent-schuldigen.
Jeder Mensch ist lernfähig.

Wir haben die Wahl, wenn wir es möchten, Dinge zu lernen oder eben nicht.
Und das betrifft auch den entweder respektvollen oder rüpelhaften Umgang mit unseren Mitmenschen.

Und genau das ist er, der Punkt, der springt: Nicht jeder Mensch ist lernwillig.
Viele Menschen sind schlichtweg einfach zu bequem, um nicht sogar zu sagen zu faul, fürs Lernen.
Lernen ist Arbeit.
Arbeit an sich selbst.
Lernen setzt die Bereitschaft zur Selbstreflexion und einen hohen Veränderungswillen voraus.
Böse Zungen sagen an dieser Stelle, dass bei denjenigen, die über kein Lerngefäss – sprich eigenständiges Denkvermögen – verfügen, Lernen verlorene Liebesmüh’ ist, und dass davon erwähnte Kommentator*inn*en möglicherweise betroffen sind … Denn ich spreche ihnen hiermit sowohl Selbstreflexionsfähigkeit als auch Veränderungswillen mit aller Deutlichkeit und Klarheit ab!

Das Ergebnis solcher Lern-Faulheit und solchen Veränderungs-Unwillens sind dann eben solche deplatzierte Dummheitsergüsse.

Klar könnten wir jetzt einfach hingehen und sagen: „Lesen ist freiwillig.“
Wir könnten solche Postings auch einfach ignorieren, ihnen keine Bedeutung beimessen und sie von unserer Timeline löschen.
Und die entsprechenden Verfasser*innen gleich mit.

Und ja: Es ist meine Energie, die ich dafür einsetze, wenn ich mich mit solchen unangenehmen Angelegenheiten aufhalte, weil ich mich darum kümmere (kümmern will).

Wir treffen die Entscheidung, ob wir solches Verhalten einfach dulden wollen oder nicht.
Und ich habe für mich entschieden, solches Verhalten nicht zu dulden.

Mir ist aufgefallen, dass die Anzahl der Menschen, die solches Verhalten einfach schweigend hinnehmen, im etwa gleichen Ausmass ansteigt, wie die grassierende Empathielosigkeit. So heisst es dann: „Ja, was hast du denn hier erwartet? Die sozialen Medien sind eben eine Plattform.“ Und damit soll jegliches flegel- und rüpelhafte, anmassende, grenzüberschreitende, respektlose, grobfahrlässige, psychopathische Benehmen und Dummgeschwätz ent-schuldigt sein?
Da kann ich echt nur den Kopf schütteln!

Was auf den sozialen Medien drinnen abgeht, spielt sich auch im (realen) Leben draussen ab.
Schauen wir doch bloss, was gerade so alles auf der Welt passiert.
Und wie die Mehrheit der Menschen wegschaut, bagatellisiert, schönredet, relativiert und schlafwandelnd durchs Leben stolpert.
Und angeblich sollen wir daran nichts ändern können?

Wer seinen Kopf in den Sand steckt, kann nicht(s) sehen!

Ich sage ganz klar: Doch, wir können! Indem wir nämlich achtsam-laut und diplomatisch-deutlich auf solche Kommentare und ihre Verfasser*innen auf ihr Fehlverhalten hinweisen.

Achtsamkeit ist kein Weichspülprogramm und heisst nicht, aus lauter Rücksicht auf sich selbst, wegzuschauen.
Ganz im Gegenteil.
Achtsamkeit bedeutet auch und gerade in solchen Fällen, dass wir wahrnehmen, ab wann Grenzen überschritten sind/werden und das dann klar an- und aussprechen.

Diplomatie bedeutet nicht, um den heissen Brei zu reden oder Dinge nonchalant zu übergehen.
Diplomatie setzt klare Grenzen und Zeichen und zieht da einen Schlussstrich, wo es nötig ist.
Das ist die hohe Kunst der echten Diplomatie.

Hier geht es um unsere Werte, die mutwillig getrampelt werden.
Hier geht es zudem um unsere Würde und die unserer Mitmenschen, die böswillig angegriffen und verletzt wird.
Deswegen ist es mehr als angebracht, dass wir unsere Energie und Kraft auch da bewusst einsetzen, wo laute und deutliche Ansagen notwendig sind.

Unsere Werte sind unverhandelbar.
Unsere Würde ist unantastbar.

Unsere klaren Ansagen, zu solchem Miss-Verhalten NEIN zu sagen, werden uns helfen, zu unserem Wohlbefinden JA zu sagen.
Und zu unseren Freund*inn*en und unseren Mitmenschen.
Und zu Aktivitäten, die uns wirklich nähren und uns Kraft geben.
Und zu einem klaren Geist.

Auf meiner Facebook-Chronik halte ich es genauso wie bei mir zuhause: Wer sich bei mir als Gast nicht anständig benimmt, wird nach entsprechend deutlicher Ansage rausgeworfen und nicht mehr eingeladen.

Und wie ist das bei dir?

Wirst du in deinem Leben immer und immer wieder von lästigen und aufdringlichen Benimm-Flegeln heimgesucht?

Möchtest du wissen, weshalb?

Und möchtest du sie dann loswerden?

Traust du dich etwa nicht?

Zusammen mit mir, lernst du achtsam-laut und diplomatisch-deutlich Grenzen zu setzen, Menschen in ihre Schranken zu weisen und klare Ansagen zu machen.
Ganz ohne Schnickschnack!

Was du davon hast?

Du wirst mit Gelassenheit und ohne Gewissensbisse Menschen aus deinem Leben geleiten können, die du nicht mehr dabei haben möchtest.

Du wirst in der Lage sein, für deine Werte souverän einzustehen und deine Würde zu schützen.

Du wirst Herausforderungen mit Leichtigkeit meistern.

Du wirst endlich dein ganzes Potenzial ausschöpfen können.

Du wirst dich endlich auf deinen eigenen Befreiungsweg machen.

Herzlich, Monica

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Kommentare (8)

  • Avatar

    Sylke

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    Schlagfertigkeit zu lernen ist als Geschäftsmensch unabdingbar, der sich viel unter Menschen aufhält. Aber auch privat von ganz grossem Nutzen, da nicht ständig das Selbstwertgefühl bei jedem psychischen Übergriff leidet und darunter ganz schwach wird.

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      Monica Rehm

      |

      Liebe Sylke, herzlichen Dank für deine nagelaufdenkopftreffenden Zeilen! Deine Art zu denken, zu sprechen, zu schreiben und zu handeln ist immer wieder eine kraftvolle Quelle der Inspiration für mich. Herzlich, Monica

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    Leslie Baptist

    |

    Liebe Monica,
    danke für diese klaren Worte, danke für diesen klaren Impuls zu handeln statt zu diskutieren.
    Du hast so Recht und es ist mir eigentlich schon lange zu blöd, mich über Dinge belehren zu lassen, die ich selbst besser weiß.
    Mir von Laien erklären zu lassen, warum das was ich tue nicht funktioniert, ohne dass sie es jemals ausprobiert hätten!

    Ich werde künftig konsequent ausmisten!
    Herzlichen Dank
    Liebe Grüße
    Leslie

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      Monica Rehm

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      Liebe Leslie, wow, das freut mich sehr, dass meine Zeilen dich dazu MUTivieren, künftig konsequent zu handeln! Du packst das! Herzlich, Monica

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    rh

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    wer im glashaus sitzt, sollte nicht mit steinen werfen.
    und
    eine jede kehre vor ihrer eigenen tür, dann bleibt es sauber für und für.
    und
    hochmut kommt vor den fall.
    und
    kritik hat mit rüppelhaftigkeit nichts zu tun.
    und
    gute werbung für das eigene produkt, enthält keine entwertung anderer menschen.
    und
    narzissmus ist das gesellschaftliche grundübel.

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      Monica Rehm

      |

      Liebe*r RH,

      Danke für Ihre wertschätzend-anspornenden Zeilen; sie motivieren mich, meinen Weg weiterzugehen. Denn Neid ist eine der höchsten Formen der Anerkennung.

      In einer Welt, in der “Kritik” das neue Wort für Übergriffigkeit und Beleidigung ist, braucht es Stimmen, die damit nicht einverstanden sind und Menschen, die das laut und deutlich an- und aussprechen.
      Und ich lasse mich von Ihnen nicht beleidigen.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein fantastisches Wochenende und viel Spass beim Saubermachen, herzlich, Monica Rehm

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    Sue

    |

    Isch es hüt nöd eifach so, dass jede und alli ihr sexuelli glüscht e so e chli rächtfertiget! um ganz cool vo de norme abwiche zchöne, und au alles gueti so chöne mit guetem gwüsse zänderä.
    eifach ich bin ich und mach jetzt was i luscht ha, klar isch au e istellig! aber öb mer e so cha erfolgrich sie ? und das meini nöd nur finanziell da muess i es ganz grosses ? setze
    liebi grüssli sue

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      Monica Rehm

      |

      Vielen Dank für Ihre andere Sichtweise. Verschiedene Ansichten und Meinungen machen das Ganze doch erst interessant. Ich bin meinen Weg konsequent gegangen, und der war sehr steinig und hart, gepflastert mit vielen ganz wüsten Erfahrungen, die mich nur stärker haben werden lassen. Gerade diese Erfahrung macht mich glaubwürdig und authentisch. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monica

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