Hypnose für einen tiefen Schlaf und eine gesunde Wirtschaft

Um die psychische Gesundheit der Schweizer Arbeitnehmenden steht es nicht zum Besten. Diesen Schluss legt eine repräsentative Studie nahe, die 2015 im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz durchgeführt wurde.

Die zwei Kernaussagen dieser Studie lauten:

Knapp 25% (!!!) aller Erwerbstätigen in der Schweiz sind «ziemlich oder stark» erschöpft.

Etwa 6% der Arbeitnehmenden sind gar so stark belastet, dass sie am Rande einer Erschöpfungsdepression (Burnout) stehen.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften errechnete anhand der Daten zusätzlich, wie hoch der finanzielle Schaden für die Schweizer Unternehmen ist, deren Arbeitnehmende aufgrund von Stress weniger produktiv sind oder am Arbeitsplatz fehlen. Die Wissenschaftler schätzen diesen Schaden auf 5.58 Milliarden Franken pro Jahr! Interessant ist, dass nur etwa ein Viertel dieser Kosten durch Absenzen der Arbeitnehmenden verursacht wird. Die restlichen drei Viertel sind dem «Präsentismus» der Arbeitnehmenden geschuldet: Diese Mitarbeitenden sind zwar anwesend (=präsent), erbringen aber aufgrund der Belastungssituation am Arbeitsplatz und/oder in ihrem privaten Umfeld nicht ihre übliche Leistung. Und das ist teuer, sehr teuer sogar …

Damit du verstehst, was Stress und Burnout beinhalten, möchte ich dir diese beiden Begriffe anhand von Definitionen zunächst grob erläutern.

 

Was ist Stress?

Stress wird ganz unterschiedlich definiert. Ich zitiere hier die mir aus meinem Psychologiestudium noch gegenwärtige Definition nach Lazarus:

Lazarus (1974) ging davon aus, dass nicht die Charakteristika der Reize oder Situationen für die Stressreaktion von Bedeutung sind, sondern die individuelle Verarbeitung des Betroffenen. Nach seinem Stressmodell wird jede neue oder unbekannte Situation in zwei Phasen kognitiv bewertet:

1- Bewertung, ob die Situation eine Bedrohung enthält,

2- Bewertung, ob die Situation mit den verfügbaren Ressourcen bewältigt werden kann.

Nur wenn die Ressourcen nicht ausreichend sind, wird eine Stressreaktion ausgelöst. Das bedeutet:

Herrscht zwischen einer zu lösenden Aufgabe oder einer vorliegenden Situation und den persönlichen Ressourcen, die zur Lösung der Aufgabe bzw. zur Bewältigung der angetroffenen Situation eingesetzt werden können, ein Ungleichgewicht, entsteht Stress.

Die Reaktionen jedes Menschen auf Stress fallen unterschiedlich aus. Sie reichen von einfachen körperlichen Anzeichen bis hin zu physischen und psychischen Störungen oder sogar ernsthaften Erkrankungen. Eine davon ist das Burnout-Syndrom.

 

Was ist Burnout?

Es verläuft meist über Monate oder sogar Jahre in sechs Phasen:

  • Phase 0 = die Vorfreude
  • Phase 1 = der Frühling
  • Phase 2 = der Realitätscheck
  • Phase 3 = die Verleugnung
  • Phase 4 = der Rückzug
  • Phase 5 = der Zusammenbruch

Logisch gibt es individuelle Unterschiede. Ganz wichtig ist jedoch anzuerkennen, dass es nicht nur aufgrund beruflicher Belastungen, sondern auch als Folge privater Herausforderungen zu einem Burnout kommen kann. Junge Mütter, Rentner, Schülerinnen können genauso davon betroffen sein wie der gestresste Manager. Es kann auch junge Singles treffen, die an einen neuen Ort gezogen sind.

Jede neue Situation, die zu Beginn mit einer hohen Erwartungshaltung verknüpft ist, trägt Burnout-Potenzial.

Die nach aussen hin sichtbare und deshalb sozial akzeptierte Totalerschöpfung macht noch lange kein Burnout. Erschöpfung kann auch entstanden sein, weil ich in zwei Wochen 50 Überstunden geleistet habe. Oder weil ich nebst meiner beruflichen Arbeit unter der Woche an drei aufeinander folgenden Wochenenden Freunden beim Umzug oder bei deren Hausumbau mitgeholfen habe. Oder weil ich ausserhalb meiner anspruchsvollen Arbeit in meiner Freizeit noch exzessiv Sport betreibe. Burnout ist weitaus mehr als nur Erschöpfung.

Burnout ist immer auch eine tiefe Identitätskrise, die meist ihren Ursprung in einer zu hohen Erwartungshaltung an eine bestimmte Situation hat. Burnout geht also viel tiefer und entsteht viel früher.

«Das Burnout-Syndrom beschreibt den Zustand der totalen psychischen und physischen Erschöpfung am Ende eines langen Prozesses. Burnout ist nicht ausschliesslich das Resultat von zu viel Arbeit und von der Erschöpfung der eigenen Ressourcen. Burnout fängt viel früher an. Und zwar paradoxerweise mit einem hohen Mass an Motivation und Erwartungen an eine Situation.» So schreibt Fabienne Riener in ihrem Artikel bei Edition F, «Ein Burnout beginnt anders, als die meisten denken».

Wenn du selbst noch in der Lage bist, die Reissleine zu ziehen und noch aktiv Dinge tun kannst, die dir guttun, dann bist du noch ein ganzes Stück vom Burnout entfernt.

 

Was tun?

Diese Reissleine kann beispielsweise sein, dass du beschliesst, früher ins Bett zu gehen und generell wieder mehr zu schlafen. Weil du ja weisst, dass ausreichend Schlaf gut für die Gesundheit ist. Ausserdem bist du leistungsfähiger, wenn du ausgeruht bist.

Und jetzt haben wir die Bescherung: Wenn du nämlich arg gestresst bist oder vielleicht bereits in der frühen Phase eines Burnouts steckst, dann hast du mit Schlafen so deine Probleme. Dass Stress den Schlaf stört, ist hinlänglich bekannt. Und wenn man sich vornimmt, jetzt endlich zu schlafen, dann funktioniert es meist erst recht nicht. Das kommt dir bestimmt bekannt vor, nicht wahr.

Was kannst du nun tun, damit du besser, länger und erst noch tiefer schläfst und damit ausgeruhter und leistungsfähiger bist? Und komm mir jetzt ja nicht mit dem Vorschlag, du könntest dich dermassen verausgaben, dass du irgendwann einfach nur noch todmüde umfällst! Dieser Schuss geht nach hinten los, denn: Wenn du eh schon gestresst bist und vielleicht bereits am Rande eines Burnouts stehst, dann bedeutet noch mehr Aktivität noch mehr Stress. Der Level deiner Stresshormone ist durch deinen bestehenden und andauernden Stress ja bereits erhöht. Durch zusätzliche Aktivität werden jetzt noch mehr Stresshormone ausgeschüttet, was den Pegel noch mehr ansteigen lässt. Der Körper hat keine Möglichkeit, die Stresshormone auf ein normales Niveau abzubauen. Du kommst nicht mehr zur Ruhe.

Weil du nicht mehr zur Ruhe kommst, schläfst du nicht ausreichend. Weil du nicht ausreichend schläfst, bist du dauernd müde und fühlst dich schlapp. Weil du schlapp bist, bist du weniger leistungsfähig, kannst dich schlechter konzentrieren, bist weniger belastbar und anfälliger für Krankheiten. Ein richtiger Teufelskreis!

Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer stets lange genug und tief schläft, ist stressresistenter und als Folge daraus weniger burnout-gefährdet. Und genau da setzt Hypnose an.

 

Hypnose hilft

Wie du mittlerweile weisst, bewirkt Hypnose – immer unter der Voraussetzung, dass sie professionell und seriös angewendet wird – positive Veränderungen der im Unterbewusstsein abgespeicherten hinderlichen Verhaltensmuster.

Negative Glaubenssätze werden in positive umgewandelt, Blockaden werden an ihrem Ursprung aufgelöst und Menschen werden dank Hypnose gegenüber Stress widerstandsfähiger und dadurch letztendlich gelassener.

Menschen, die stressresistenter und gelassener sind, schlafen besser, länger und tiefer. Menschen die besser, länger und tiefer schlafen, sind ausgeruhter, können sich besser konzentrieren, sind aufnahmefähiger und erbringen bessere und höhere Leistungen. Zudem sind sie seltener krank und fallen deshalb seltener aus. Das wiederum erfreut die Arbeitgebenden, das darbende Gesundheitswesen und schliesslich die Wirtschaft.

Hypnose sorgt für gesündere Arbeitnehmende, reduziert Fehlstunden massiv, spart Unsummen im Gesundheitswesen ein und wirkt dadurch gesamthaft positiv auf die Wirtschaft. Hypnose ist gut für einen tiefen Schlaf und für eine gesunde Wirtschaft.

Trotz dieser durchwegs förderlichen Wirkungen, ist Hypnose noch immer nicht als Methode anerkannt. Und das ist, um es hier in aller Deutlichkeit zu sagen, schon fast kriminell!

Es liegt an uns HypnotiseurInnen, Hypnose noch bekannter zu machen und an dir, liebe Leserin, lieber Leser, Hypnose weiter zu empfehlen. Danke für deine Unterstützung!

Herzlich, Monica

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