Graue Seele trotz Frühling, und was du dagegen tun kannst.

Es wird Frühling. Die Knospen an den Bäumen treiben, Schneeglöckchen und bunte Primeln haben die obere Erdschicht durchstossen und strahlen uns an, vereinzelt blühen schon die ersten Forsitien und erleuchten mit ihren unterschiedlichen Gelbtönen unsere Welt. Der Bärlauch spriesst, und sein Duft steigt uns in die Nase. Die Sonnenstrahlen erwärmen uns und unser Herz. Die Natur erwacht und wird wieder bunter nach dem Grau des Winters.

Noch vor nicht allzu langer Zeit, blieb es trotz Frühling dunkelgrau in mir …

Ich war in ein tiefes Loch gefallen und befand mich auf dem Boden jeder Flasche, weil ich sie leer gesoffen hatte. Und die Rede ist hier nicht von Wasser. Mein heiss geliebter Job wurde mir gekündigt, und meine heiss geliebte Beziehung hatte mich verlassen. Meine Mutter hatte mich nach meinem Outing enterbt. Der Kontakt zu meinem Vater war deswegen leider auch unterbrochen. Und ich war auf dem besten Weg dahin, mich umzubringen.

Ich hatte mich völlig verloren. Vom Kehlkopf abwärts existierte mein Körper nicht mehr. Ich war unfähig, irgendetwas zu empfinden, zu spüren, auszusprechen. Alles wurde runtergeschluckt. Bier, Wein, Schnaps, Gedanken, Gefühle. Ich hatte sämtliche Lebenslust verloren. Ging mit nichts und niemand mehr in Resonanz. Ich hatte mich von allem und jedem schleichend entfernt und merkte es nicht. Und da war ich nun. Total verzweifelt, ohnmächtig, körper- und gefühllos. Meine Persönlichkeit war abgestorben, nein, ich hatte sie abgetötet.

“Gutes Zureden” und Aussagen wie “Was machst du denn? Reiss dich zusammen!” oder “Schau dich mal an, du bist ja nur noch ein Schatten deiner selbst!” oder “So kann es nicht weitergehen mit dir, hol dir endlich Hilfe!” bewirkten das pure Gegenteil von der dahintersteckenden “gut gemeinten” Absicht.

Ich lebte ja noch, also konnte es doch nicht so schlimm sein.

Und so machte ich weiter wie bisher. Ich schloss mich tage- ja wochenlang ein, soff weiter und suhlte mich in meinem Selbstmitleid. Das Geld, das ich von der Arbeitslosenkasse damals erhielt, reichte bei Weitem nicht aus, aber das war mir scheissegal. Unbeantwortete Post, unbezahlte Rechnungen und Mahnungen stapelten sich. Es dauerte dann auch nicht lange, bis die erste Betreibung zu mir flatterte. Jetzt hatte ich also auch noch Schulden! Auch das berührte mich nicht im Geringsten. Es gab ja nichts bei mir zu holen, dachte ich.

Und so kam es, wie es kommen musste.  Nach zwei Tagen durchschlafen, wachte ich nach meinem Selbstmordversuch in einem Spitalbett auf. Meine beste Freundin hatte mich neben dem Bett liegend aufgefunden und raste mit mir in voller Angst, dass ich sterbe, ins nächstgelegene Krankenhaus. Doch die Tabletten und der Whisky hatten nicht ausgereicht, mich umzubringen. Und das ist gut so! Warum, erzähle ich gleich …

Als ich aufwachte, wusste ich zunächst weder was passiert war, noch wo ich mich befand. Und als ich das realisierte, holte mich die komplette Verzweiflung der vergangenen Monate ein. Ich heulte und heulte und heulte. Und bevor ich zu einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik gezwungen wurde, wies ich mich selbst ein.

Dazu möchte ich eine kurze Anmerkung machen: Im Kanton Aargau ist es so, dass nach einem Selbstmordversuch ein*e zugewiesene*r  Mitarbeiter*in vom Psychiatrischen Dienst mit den Betroffenen noch im Spital das Gespräch sucht (und manchmal auch findet). Und es ist auch so, dass man dann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Wer nicht will, wird von Amtes wegen dazu verdonnert. Das muss so … Da wies ich mich doch lieber gleich selbst ein. Was netterweise als “ist kooperativ” in meiner Akte verbucht wurde.

Ich war zu einem Fall für die Klapse geworden.

Ich kam also direkt nach dem Aufenthalt im Spital in die psychiatrische Klinik und da in die geschlossene Abteilung der Akutstation. Auch das ist übliches Prozedere bei Menschen nach einem Suizidversuch und Suizidgefährdeten.

Das war alles andere als witzig! Da waren Menschen mit paranoider Schizophrenie, Menschen mit akuter Psychose, Menschen, die zum Essen gezwungen wurden, weil sie nur noch Haut und Knochen waren, Menschen mit Wahnvorstellungen, und da war ich. Ich hatte Angst. Angst davor, dass mich die paranoid Schizophrene gleich angriff und schlug, weil sie sich gerade bedroht fühlte. Ich fürchtete mich vor dem Patienten mit der Psychose, weil ich nie sicher sein konnte, ob und wann er auf jemanden los ging. Und ich erlebte hautnah mit, wie Menschen in die Einzelzelle gesteckt wurden und wie Menschen drauf waren, wenn sie vorher aufgrund einer Riesendosis stärkster Medikamente “ruhig gestellt” worden waren. Ich sah in die Augen kranker Menschen und sah ihren wirren oder leeren und ausdruckslosen Blick.

Ich lag nachts wach in meinem Bett und hatte jede Sekunde Angst. Fürchterliche Angst,  dass ein*e Patient*in in ihrem/seinem Wahn in mein Zimmer stürmte und mich mit einem Messer umbringen oder mich angreifen wollte. Denn die Zimmertüren konnten nicht verriegelt werden. Auch das ist normal: In geschlossenen Abteilungen können die Türen zu den Zimmern nicht verschlossen werden. Das Pflegepersonal muss jederzeit und schnell in die Zimmer gelangen können, wenn es wiedermal akut ist. 

Genau diese Todesangst zeigte mir mit aller Deutlichkeit, dass ich doch noch und trotz alledem an meinem Leben hing. Ich realisierte endlich, wo ich war und vor allem WARUM ich da gelandet war. Diese Erkenntnis war heftig. Und sie war dringend nötig. Sie verhalf mir dazu, dass ich mich gegenüber der Psychologin im täglichen Einzelgespräch schliesslich ganz langsam öffnete und in die offene Abteilung wechseln durfte. Nach den längsten Wochen meines Lebens hatte ich mich soweit erholt und gefangen, dass ich in eine andere Klinik umverteilt werden konnte.

Die Tage in dieser Klinik waren sehr eng strukturiert und vorgetaktet. Praktisch jeder Tag war mit Programm gefüllt. Die Mahlzeiten fanden zu festen Tageszeiten statt und waren für alle obligatorisch. Jedes zweite Wochenende durften wir nach Hause.

In diesen Zeit fand ich wieder in meine Spur des Lebens zurück.

Ich lernte mittels gezielter Atem- und Körperübungen meinen Körper und mich selbst wieder wahrzunehmen. In den Gruppentherapien und Einzelgesprächen wurde ich mit meinen dunkelgrauen Flecken konfrontiert und lernte mich kennen. Die tägliche Auseinandersetzung mit mir selbst war zwar sehr anstrengend und bei Weitem nicht immer wirklich angenehm. Ich stand wieder im Leben!

In dieser aufregenden Zeit verfasste ich einen grossen Teil meiner Bachelorarbeit. Denn ich nahm nach einem Unterbruch von einem Semester die beiden letzten Semester meines Studiums in angewandter Psychologie voller Motivation wieder auf.

Nach drei Monaten wurde ich entlassen. Ich hatte gelernt, meinen Tagen wieder eine Struktur zu geben, war motiviert und bereit. Es ist gut, dass ich nicht wusste, was noch so alles auf mich zukam.

Manchmal ist es echt besser, wenn frau nicht alles weiss.

Das Leben nach der Klinik verlief nämlich alles andere als geradlinig. Kein Leben verläuft so. Das Leben ist voller Abzweigungen und Entscheidungen. Es geht manchmal steil den Berg hoch, manchmal auch durch die tiefsten Täler. Es ist alles Andere als ein Ponyhof! Heute bin ich trotzdem oder vielmehr erst recht froh, dass die Tabletten und der Whisky damals nicht ausreichten, mein Leben auszulöschen.

Kommt dir das bekannt vor?

Erkennst du dich in diesen Zeilen selbst?

In deiner Seele ist es grau?

Du verspürst keine Freude?

Fühlst du dich müde und schlapp?

Du hast schon seit mehreren Tagen in Folge Kopfschmerzen?

Hast du gerade so gar keine Lust spazieren zu gehen, das Frühlingswetter zu geniessen, Dinge zu unternehmen?

Ich möchte nicht, dass du zuerst durch so tiefe Täler wie ich waten musst, bevor du endlich erkennst, dass dein Leben in arge Schieflage geraten ist. Ich möchte dir den Gang von Pontius zu Pilatus und/oder jahrelange Therapien ohne Ergebnisse und Erkenntnisse echt ersparen.

Es geht einfacher, glaube mir!

Dank dieser heftigen Erlebnisse und meiner Selbsterfahrung lernte ich, mein Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen und alles dafür zu tun, dass es wieder lebenswert wurde. Ich absolvierte Ausbildungen im alternativ-medizinischen Bereich und lernte die ganzheitlichen Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele kennen. Ich erfuhr, dass jeder Mensch mehr ist als die Summe seiner Teile. Ich bin fasziniert von den körperlichen Abläufen während des Verdauungsprozesses, dem Nerven- und dem Hormonsystem. Ich bin begeistert von den mentalen Fähigkeiten, die in uns allen schlummern.

Ich kann Eins und Eins zusammenzählen und finde die Lösung, die zu dir passt.

Ich freue mich, dass ich dank meines bisherigen Weges mittlerweile einen Rucksack besitze, der mich dazu befähigt, nicht nur deine, ja genau, DEINE mentalen Fähigkeiten zu wecken, sondern dich auch in die Spur deines Lebens zurückzubringen.

Ich bringe den Frühling in dein Leben und zu dir zurück.

Du wirst (wieder) lachen können – auch über dich selbst. Du wirst (wieder) Lust haben, rauszugehen, Dinge mit deinen Freunden und/oder Familie zu unternehmen und der Natur zuzusehen, wie sie erwacht. Du wirst (wieder) fröhlicher, fitter, gelassener. Du wirst dich vom Grau verabschieden und wieder bunt, in deiner Seele und in deinem Herzen. Du wirst am Leben (wieder) teilhaben können.

Was du davon hast? Ganz einfach: Wohlbefinden und pures Lebensglück! Und am Ende hast du zudem ganz viel Geld gespart.

Mache dich mit der Hilfe von meinem Mentaltraining auf deinen Befreiungsweg. Lerne mit ganz einfachen und jederzeit anwendbaren Kniffs das Wintergrau aus deiner Seele, deinem Geist und deinem Körper zu fegen und dem bunten Leben wieder Raum zu geben.

Wenn du wieder Frühling spüren und leben möchtest, dann melde dich gerne bei mir.

Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!

Herzlich, Monica

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