Dissoziation, ick hör dir tapsen oder Die hohe Schule des Lebens

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt …

Eigentlich sollte mein erster Blogartikel ein aufklärender Bericht über Hypnose werden. Ich war nämlich in den vergangenen Wochen immer wieder auf Berichte gestossen, hatte immer wieder Dinge sagen hören, die ich so nicht hinnehmen konnte, nein, nicht so hinnehmen wollte, weil sie schlichter Unfug sind. „Die Welt braucht dringend Aufklärung“, so mein hehrer Gedanke, „und das lieber vorgestern als erst übermorgen.“ Den Titel hatte ich auch schon im Kopf: „Was Hypnose nicht ist.“ Also setzte ich mich hin, mit Block und Stift, meine aufklärenden Gedanken zu Papier zu bringen und das Dunkel um die Hypnose zu erleuchten. Ja, ich schreibe noch ganz herkömmlich mit einem Bleistift auf Papier, sodass ich auch immer direkt und spurlos mit dem Radiergummi ausradieren kann, was mir nicht passt, um es dann mit anderen Worten zu überschreiben.

Doch dieses Mal schrieb mein Bleistift ganz andere Dinge aufs Papier als die, die ich mir zuvor so schön in meinem Kopf zurecht gelegt hatte. Wort reihte sich an Wort; Zeile um Zeile wuchs mein Artikel. Meine Hand schrieb wie durch eine andere Hand angetrieben, total automatisch, total dissoziiert vom Rest des Körpers. „Ha! Das hat ja doch was mit Hypnose zu tun!“, schoss es mir durch den Kopf. Dissoziation, ick hör dir tapsen.

Ich schrieb und schrieb, so schnell, dass ich mir selbst fast nicht mehr folgen konnte. Ich befand mich auf einem schreibenden Höhenflug und hatte mich inzwischen in Trance geschrieben; ich war in einem hypnotischen Zustand. Und so nahm ich alles, was ich schrieb, kristallklar wahr. Ich war in einem viel wacheren Zustand als normal-wach, ich war viel fokussierter und konzentrierte mich ganz und gar auf das Schreiben. Die Geräusche von draussen, die vorbei fahrenden Autos, die Bahn, die tickende Uhr in der Küche, ich nahm sie alle sehr wohl wahr. Doch sie störten mich nicht, sie konnten mich in keinster Weise ablenken, sie waren mir sogar in einem gewissen Sinne egal, denn ich war total auf mich selbst und meine Handlung konzentriert. Und mit jedem Ticken der Uhr schrieb ich mich in einen höheren Höhenflug, und je höher der Höhenflug wurde, desto klarer und wacher wurde ich in meinem Schreiben.

Und das ist nun das uneigentliche Ergebnis dieser „hypnotischen Schreibübung“: Ein Achtundvierzigzeiler zum Thema die hohe Schule des Lebens.

 

Die hohe Schule des Lebens

Endlos ziehen sie sich manchmal hin, die Semester, die Lektionen im Leben.
Fächer gibt es viele, Lernstoff gibt es noch mehr, öfters ist es ein Kampf und kein Segen.
Gescheit und erfahren, einen Lehrer brauchen wir doch keinen.
Alles schon gehört, alles schon gesehen, kein Prediger mehr nötig, möchten wir meinen.
Wir verstehen es noch immer nicht, warum bringt’s uns die Schule denn nicht bei?
Dann bräuchten wir heute vielleicht nicht mehr die Dummen sein.

Wähle einen Beruf, gehe arbeiten, so hat es geheissen.
Kampf und Schweiss, das Resultat, du kannst dir etwas mehr leisten.
Was gibt es da sonst noch für Aussichten? Keine, leider ist es wahr.
Gefangen im System. Das Hamsterrad. Keine Flucht möglich, das ist klar.
Befreie dich von deinen Fesseln, finde einen anderen Weg, so geht die Kund‘,
geniesse den Sonnenaufgang, den Regenbogen und das Leben, dann bist du gesund.

Unternimm lange Reisen, erweitere deinen Horizont und deinen Verstand.
Versuch es zu akzeptieren, die Kulturen, sie sind anders von Land zu Land.
Liebe diese wunderbare Welt, ihre vollkommene Schönheit, nimm sie in dir auf.
Es gibt wenig zu verlieren, zu gewinnen gibt‘s viel, freue dich drauf.
Sieh dich an, nimm dich wahr, entdecke dich selbst, es ist nie zu spät.
Wissen und Verständnis, mache deine Türen auf, du wirst sehen, das geht.

Uns wurde beigebracht, zuerst die anderen zu lieben und zu respektieren.
Nichtsdestotrotz, lerne zuerst, dich selbst zu ehren und zu akzeptieren.
Nur dann kannst du deine positiven Schwingungen weitergeben,
und die kommen dann zu dir zurück, niemand kann sie dir mehr nehmen.
Keine Verwirrung, kein Hass und kein Krieg auf der Welt.
Friede und guter Wille, unsere Hoffnung, sie kosten kein Geld.

Die Gemüter sind erhitzt, die Stimmung ist geladen,
dies führt zu Depression und Isolation, zu grossem Schaden.
Nimm diese Last von dir, zeig deine Gefühle, hab nur Mut.
Du wirst spüren, die Erleichterung, sie tut doch so gut.
Liebe und Zuneigung, kein Traum, was für ein Genuss.
Das zu erfahren ist ein Geschenk, das Leben ist wie ein Fluss.

Gehe mit aufgezwungener Moral und Standards hart ins Gericht,
gib dem Klassenunterschied und dem Druck ein Gegengewicht.
Sei dich selbst, sei kein Klon, passe dich der Gesellschaft nicht an.
Du bist keine Marionette. Protz und Eitelkeit stehen nicht auf deinem Plan.
Computer, Fernsehen und Maschinen, sie manipulieren uns in die Abhängigkeit.
Unterwirf dich niemandem, sei stark und bewahre dir deine selbstbestimmte Freiheit.

Vor der Zukunft brauchen wir keine Angst haben, das Morgen kommt nie.
Zum Überleben haben wir eine Chance, nutzen wir sie:
Wir leben hier und jetzt, die Vergangenheit, sie tut uns nicht weh.
Aus Erfahrung haben wir gelernt, wir machen dieselben Fehler nicht mehr.
Der innere Frieden, die Ruhe; wir haben unsere Lektionen schön gelernt.
Das Glück will verdient sein, es ist unser Pass, und es ist ein Vermögen wert.

Jetzt endlich sehen wir die vollkommene Schönheit unserer Welt.
Alle die Wälder und Wüsten, die Wiesen und das Wasser, sie sind mehr wert als alles Geld.
Das Leben ist keine Selbstverständlichkeit, es ist vergänglich.
Alle die Berge, Ebenen, Meere und Flüsse, kein Zufall, unendlich.
Alle die Tiere, ihre magische Vielfalt, es ist ein Wunder.
Und dann der Mensch, schwach und zerstörerisch, der reinste Plunder.

Ihr seht also, es ist sogar möglich, in Hypnose ein langes Gedicht zu schreiben. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Blogartikel.

Lasst es euch gut gehen, Monica

Kommentare (9)

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    Sandra Blabl

    |

    Liebe Momo, liebe Cordula!
    Ich gratuliere euch ganz herzlich zu dieser Webseite und Thematik. Von Herzen wünsche ich euch ganz viel Erfolg damit, aber auch Freude an eurem Tun.
    Und ein Blog! Bin total begeistert, du schreibst sensationell gut, Momo.

    Bin stolz auf euch ❤️

    Alles Liebe
    Sandra

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    Jana Sárközi

    |

    …ich sage einfach nur herzlichst DANKE für diesen Beitrag!

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      Gaby

      |

      Ich möchte mich diesem anschliessen und wünsch Euch viel Erfolg.

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    Claude

    |

    Gutes Thema, das Ihr da aufgegriffen habt! Die Menschen in Not werden sehr bald zu Euch strömen.
    Viel Erfolg wünsche ich Euch
    herzlich, Claude

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      Monica Rehm

      |

      Lieber Claude,
      Herzlichen Dank und ganz liebe Grüsse, Monica und Cordula

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    Tom Süssmann

    |

    Liebe Momo, liebe Cordula,
    ich freue mich sehr, dass wir jetzt mit eurer brandneuen WebSite online sind.

    Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit, dir mir große Freude bereitet hat.

    Herzliche Grüße
    Tom Süssmann, WebCoach 🙂

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