Auf ins Wunschleben – dank Hypnose! Ein Fall aus der Praxis

Die Vorgeschichte

Die 26-jährige Lageristin (Alter und Beruf sind aus Datenschutzgründen verändert) holte sich bei mir einen Termin, weil sie wusste, dass ich für sie die Lösung zu ihrem Thema bin. Denn: Ich bin die Spezialistin für bi- und homosexuelle Menschen sowie für Transgender und die damit einhergehenden Themenbereiche. Sie kam also in meine Praxis und erzählte mir folgende Geschichte:

Sie wurde vor einigen Wochen von einer jungen lesbischen Frau angenähert. Sie fand das zwar ganz angenehm, kann nun aber ihre Gefühle dazu nicht einordnen, bzw. weiss jetzt nicht, ob sie doch auch lesbisch sein könnte. Sie habe deutliche Fantasien, die ihr in den vergangenen Wochen ab und an auch den Schlaf geraubt hätten, sei aber total blockiert und bekäme panische Angst davor, Gefühle zu zeigen. Ausserdem sei sie beziehungsunfähig. Sie wollte nun Klarheit darüber haben, ob sie überhaupt für Beziehungen tauglich sei und ob sie tatsächlich lesbisch sei oder nicht und wenn ja, würde sie gerne dazu stehen und dies auch leben wollen.

Sie könne sich nicht daran erinnern schon einmal in ihrem Leben von einer lesbischen Frau so eindeutig angemacht worden zu sein und es irgendwie auch genossen zu haben. Sie habe sich seit diesem Ereignis den Kopf zerbrochen und komme einfach nicht weiter.

Nach dem Vorgespräch begannen wir mit der Hypnose. Schon nach wenigen Minuten war sie in der passenden hypnotischen Entspannung und wir fingen damit an, in ihrem Unterbewusstsein nach der Ursache für ihre Gefühlsblockade und panische Angst vor Gefühlen zu forschen.

Auf dem Weg zurück zum Auslöser für ihre Blockade, machte sie, bzw. ihr Unterbewusstsein, an einigen Lebensstationen Halt.

 

Lebensstationen auf dem Weg zurück zum Auslöser

Den ersten Halt machte sie im Alter von 20. Ihr damaliger Freund hatte mit ihr Schluss gemacht, was sie aus der Bahn warf. Sie war tief traurig, konnte es einfach nicht begreifen und verlor jeglichen Antrieb. Für sie war dieses Ereignis die erneute Bestätigung, fest daran zu glauben, dass sie beziehungsunfähig ist. Wir fanden zudem heraus, dass sie zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal lesbische Fantasien hatte, was ihr zum damaligen Zeitpunkt bereits grosse Angst machte.

Im Alter von 17 Jahren hielt sie erneut an. Damals hatte sie die Lehre abgebrochen, weil ihr Lehrmeister sie schikaniert hatte. Das war ein tief einschneidendes Erlebnis und die Bestätigung für sie, dass sie nichts kann und aus ihr nichts wird. Hatten ihre Eltern doch die ganze Zeit Recht damit gehabt!

Den dritten Zwischenhalt machte sie im Alter von 12 Jahren. Damals hatten sich ihre Eltern scheiden lassen. Sie hatte die Welt nicht mehr verstanden und die Schuld dafür bei sich gesucht. Plötzlich kamen bei ihr ganz starke Gefühle hoch und sie erzählte, dass ihr Vater und ihr fünf Jahre älterer Bruder sie damals mehrmals missbraucht hätten. Sie hätte sich total einsam und von allen im Stich gelassen gefühlt. Wir liessen die Szene verschwinden, und sie beruhigte sich wieder.

Im Alter von 8 Jahren hielt sie erneut an und erzählte mir, dass ihr Vater sie damals zum ersten Mal missbraucht hatte. Er hatte sie dabei gewürgt und festgehalten, und sie hatte Schmerzen und panische Angst. Und diese ganze Panik brach in diesem Augenblick hervor und kam als geballte Gefühlsladung heraus. Sie schrie, weinte, krampfte, schlug um sich. – Und nicht vergessen, sie befand sich in Hypnose! – Genau so muss es damals gewesen sein, als sie sich gegen ihren Vater zur Wehr setzte. Ihr Unterbewusstsein erinnerte sich in diesem Augenblick bestens daran und liess alles raus.

Wie ich im vorletzten Blogartikel „Was Hypnose nicht ist, oder wie unser Unterbewusstsein arbeitet“ geschrieben hatte, will uns unser Unterbewusstsein mit der Erzeugung von Angst lediglich davor schützen, dass wir immer wieder in solche Situationen geraten. Angst ist ein sinnvoller Schutz vor lebensbedrohlichen Gefahren. Das Unterbewusstsein erzeugt aber auch in Situationen Angst, in denen es wenig sinnvoll erscheint. Denn es verbindet lediglich eine aktuelle mit einer ähnlichen vergangenen Situation, in der Angst erlebt wurde (selbst wenn diese Jahrzehnte zurück liegt) und berücksichtigt dabei nicht, ob es in der aktuellen Situation sinnvoll ist, Angst zu erzeugen oder nicht.

Wir liessen die Szene verschwinden, was ihr half, sich nach und nach wieder zu beruhigen. Doch die Ursache für ihre Blockaden sowie ihre Panik hatten wir noch nicht gefunden. Die musste noch weiter zurück liegen.

 

Noch weiter zurück

Also führte ich sie noch weiter zurück in ihrem Lebensalter, bis zu dem Zeitpunkt, als sie sich noch im Mutterleib befunden hatte. Sie befand sich nun zum Zeitpunkt 5 Minuten vor ihrer Geburt. (Das Unterbewusstsein findet jeden Zeitpunkt ganz genau, weshalb sie mir diesen Zeitpunkt so genau angeben konnte.) Sie erzählte mir, sie hätte panische Angst davor, diesen sicheren, geschützten Ort verlassen zu müssen. Sie wollte nicht auf die Welt kommen, hätte Angst vor dem Leben! Und sie hätte ihren Eltern bis heute nicht verziehen, dass sie trotzdem geboren worden sei!

Da hatten wir nun den ursprünglichen Auslöser für ihre Blockaden gefunden. Die panische Angst, die sie im Mutterleib kurz vor der Geburt empfand, kam in den unterschiedlichen Lebenssituationen, die mit Unbehagen und Gefühlen zu tun hatten, immer wieder hoch. Das Unterbewusstsein schlug eine Brücke von diesen unterschiedlichen Ereignissen in ihrem Leben zur damaligen Situation kurz vor ihrer Geburt.

Jetzt ging es darum, diese Ur-Angst aufzulösen und in ein angenehmes Gefühl umzuwandeln, und genau das taten wir.

 

Wie wir die Ursache auflösten

Das Unterbewusstsein meiner Klientin erinnerte sich in dem Moment, als die lesbische Frau sich ihr annäherte just an den Moment vor der Geburt und erzeugte genau dieselbe Panik. Und das nicht etwa, um ihr dauernd wieder Angst zu machen, sondern um sie davor zu schützen, so etwas noch einmal erleben zu müssen.

Ich machte mich also nun daran, zusammen mit ihr, diese emotionale Verbindung zwischen jetzt und damals aufzulösen. Dank meiner Hilfe gelang es ihr, zu solchen Situationen positive Bilder und Emotionen in ihrem Unterbewusstsein abzuspeichern. So wird sie in Zukunft nicht mehr dieses Unbehagen oder diese Panik empfinden, wenn sie in ähnliche Situationen kommt. Im Gegenteil, sie wird solche Situationen künftig angenehm und sehr positiv erleben.

Um in Zukunft solche Situationen entsprechend geniessen zu können, musste sie noch eine ganz wichtige Aufgabe erledigen: Vergebung.

 

Vergebung

Um ihrem Leben noch mehr Freude zu geben, liess ich sie in Stille all denjenigen Menschen vergeben, die sie in ihrem bisherigen Leben verletzt und ihr wehgetan hatten. Vergebung hat nichts damit zu tun, dass wir für gut befinden, was die betreffenden Menschen uns angetan haben, sondern lediglich damit, uns selbst zu befreien und unseren eigenen inneren Frieden zu haben. Mit Hilfe dieser Einsicht gelang es ihr sehr gut, all den betreffenden Menschen zu vergeben. Vor allem vergab sie jedoch sich selbst! Und während sie dies tat, konnte ich beobachten, wie sich ihre Gesichtszüge mehr und mehr aufhellten; sie lächelte sogar!

Um ihr die nötige Sicherheit mitzugeben, überprüften wir, ob sie dieselbe Situation, die ihr vorher noch solche Angst bereitete, jetzt angenehm erlebte. Ich liess sie also nochmals in genau diese Situation gehen. Und siehe da, sie berichtete – immer noch in Hypnose – wie befreit und leicht sie sich fühle, alles sei in bester Ordnung.

Am Ende der Hypnose liess ich sie noch in ihre nahe und etwas fernere Zukunft blicken.

Zukunftsaussichten

Während ihrem Blick in die Zukunft erzählte sie mir, was sie sah und was sie dabei empfand. Auf die Frage hin, was sie in 10 Jahren mache und wie es ihr gehe, antwortete sie mir: „Es fühlt sich toll an. Ich fühle mich leicht und befreit.“ Ich wollte wissen, ob sie in einer Beziehung sei, da sagte sie mit einem breiten Lächeln im Gesicht: „Und ob, und zwar mit einer Frau!“ Zudem fühle sie sich rundum glücklich, sei bei allen geoutet und fühle sich total wohl damit.

Sie ist sich ihrer sexuellen Orientierung nun sicher und scheut sich nicht, mit Stolz dazu zu stehen. Das ist doch fantastisch!

Im Anschluss an die Hypnose machten wir ein kurzes Nachgespräch, in dem wir unter Anderem vereinbarten, dass sie mir doch in einigen Tagen ein Feedback geben solle, wie es ihr ergehe, und was sich alles und vor allem wie es sich verändert habe.

 

Feedback

Zwei Wochen nach unserer Sitzung rief sie mich in heller Begeisterung an und erzählte mir mit fröhlicher Stimme, wie gut es ihr seither ergangen sei. Sie fühle sich total befreit und leicht. Alles ginge ihr viel besser von der Hand, und sie fühle sich viel sicherer.

Sie könne endlich mit Stolz zu sich selbst stehen und ihre Gefühle offen zeigen. Sie sei mir dafür sehr, sehr dankbar!

 

Was habe ich für eine tolle Berufung!

Herzlich, Monica

 

PS: Bei uns bekommst du – zu jedem Thema und egal, ob lesbisch, schwul, bi, transgender oder nicht – genau die Hilfe, die du gerade brauchst! Melde dich bei uns, wir unterstützen dich sehr gerne!

 

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